Mantel

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Mäntel: Wollanteil lesen statt Etikett glauben

Beim Wollmantel steht die Wahrheit in der Materialangabe. Ein Anteil ab etwa 60 Prozent Wolle wärmt spürbar und fällt schwer und sauber; Beimischungen von Kaschmir machen den Griff weicher, etwas Polyamid erhöht die Strapazierfähigkeit. Mäntel mit sehr hohem Polyesteranteil in Woll-Optik sind günstiger, wärmen aber deutlich weniger und knittern anders – für milde Übergangstage in Ordnung, für den Januar nicht. Der Trenchcoat spielt eine eigene Rolle: klassisch aus dicht gewebter Baumwolle (Gabardine), wind- und regenabweisend, der eleganteste Übergangsmantel überhaupt.

Zwei Passform-Regeln ersparen Fehlkäufe: Erstens wird ein Mantel über dem gekauft, was man darunter trägt – wer ihn übers Sakko oder dicken Strick zieht, probiert genau so. Zweitens entscheidet die Länge über die Wirkung: Kurzmäntel bis Hüfte wirken sportlich und funktionieren zu weiten Hosen, knielange Klassiker strecken, Maxi-Mäntel verlangen etwas Körpergröße oder Absatz. Ein Blick ins Innere lohnt: Ein glattes Futter (z. B. Viskose) lässt den Mantel über Pullovern gleiten, fehlendes Futter spart Kosten, aber auch Komfort.

Mäntel gehören zu den teureren Garderobenteilen – und zu denen mit den größten Rabattunterschieden zwischen Shops. Hier vergleichen Sie Angebote mehrerer Händler, besonders lohnend ab Spätwinter.