Gravelbike

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Gravelbikes: ein Rad für fast alles

Das Gravelbike hat die Lücke zwischen Rennrad und Tourenrad gefüllt – und für viele gleich beide ersetzt. Äußerlich ein Rennrad mit Rennlenker, unterscheidet es sich in den entscheidenden Details: Breite Reifen von etwa 38 bis 50 mm mit leichtem Profil rollen auf Asphalt flott und nehmen Schotter, Waldwege und Kopfsteinpflaster gelassen; der niedrigere Luftdruck federt, was dem Rennrad die Handgelenke kostet. Die Geometrie ist entspannter – längerer Radstand, aufrechtere Position –, was auf langen Strecken und losem Untergrund Stabilität und Komfort bringt. Ausgestellte Lenkerenden (Flare) geben im Untergriff zusätzliche Kontrolle.

Beim Antrieb stehen zwei Philosophien zur Wahl: Einfach-Antriebe (1x) mit nur einem Kettenblatt sind wartungsarm, leise und schaltfehlerfrei – ideal fürs Gelände; Zweifach-Antriebe (2x) bieten feinere Abstufung und mehr Bandbreite für schnelle Straßengruppen und beladene Touren. Hydraulische Scheibenbremsen sind gesetzt. Ein unterschätztes Kaufkriterium sind die Anschraubpunkte: Ösen für Schutzbleche, Gepäckträger und zusätzliche Flaschenhalter machen aus dem Gravelbike einen Pendler oder ein Bikepacking-Reiserad – wer solche Pläne hat, prüft die Montagepunkte vor dem Kauf, nachrüsten lässt sich am Rahmen nichts. Auch die maximale Reifenfreiheit entscheidet über spätere Flexibilität.

Gravelbikes gleicher Ausstattung kosten je nach Shop und Modelljahr sehr unterschiedlich. Hier vergleichen Sie Angebote mehrerer Händler in Ihrer Rahmengröße – Auslaufmodelle sind regelmäßig die besten Deals.