Reitstiefel

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Reitstiefel: drei Maße entscheiden, nicht eines

Reitstiefel werden über drei Maße gekauft – Schuhgröße, Wadenweite und Schafthöhe – und wer nur das erste kennt, bestellt zweimal. Gemessen wird sitzend mit angewinkeltem Bein und in der Reithose: der Wadenumfang an der stärksten Stelle, die Schafthöhe vom Boden bis in die Kniekehle. Neue Lederstiefel dürfen dabei bewusst etwas hoch ausfallen, denn der Schaft setzt sich beim Einreiten um ein bis zwei Zentimeter und wirft die typische Falte am Knöchel – ein Stiefel, der neu perfekt endet, ist nach vier Wochen zu kurz. Viele Hersteller bieten Weiten- und Höhenvarianten (schmal/weit, kurz/lang); diese Auswahl ist der eigentliche Vorteil guter Reitsporthändler.

Zur Bauart: Klassische Lederstiefel (Dressurmodelle mit steifem Außenschaft, Springstiefel weicher und oft mit Schnürung am Rist) sind langlebig und werden mit Pflege besser; Synthetik- und Gummistiefel sind die pflegeleichte, günstige Stall- und Schlechtwetterlösung. Reitstiefeletten mit Chaps sind die flexible Alternative mit ähnlicher Optik. Sicherheitsrelevant und nicht verhandelbar: ein durchgehender Absatz von gut einem Zentimeter, der das Durchrutschen des Fußes durch den Steigbügel verhindert, und eine schlanke, glatte Sohle. Lederpflege nach Nässe und Reißverschlüsse gelegentlich bürsten – dann halten gute Stiefel viele Jahre.

Reitstiefel identischer Modelle und Weiten kosten je nach Shop deutlich unterschiedlich. Hier vergleichen Sie Angebote mehrerer Händler – Weitenvariante exakt abgeglichen.