Reithose

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Reithosen: der Besatz bestimmt das Sitzgefühl

Die Grundsatzfrage jeder Reithose ist der Besatz – die rutschhemmende Verstärkung an den Kontaktflächen zum Sattel. Der Vollbesatz zieht sich über Gesäß und Innenschenkel und gibt maximalen Halt; heute dominiert Silikon-Grip, der gezielt haftet und leichter ist als der klassische Lederbesatz vergangener Jahrzehnte. Der Kniebesatz beschränkt sich auf die Knieinnenseiten und erlaubt einen beweglicheren Sitz – traditionell die Wahl vieler Springreiter, während dressurlastige Reiter häufig zum Vollbesatz greifen; letztlich entscheidet das eigene Sitzgefühl. Zu viel Grip kann übrigens stören: Wer sich im Sattel „festgeklebt" fühlt, probiert die dezentere Besatzvariante.

Beim Material haben sich elastische Funktionsgewebe mit hohem Stretchanteil durchgesetzt – die Hose muss jede Bewegung mitmachen, ohne Falten zu werfen, denn Falten unter dem Gesäß werden nach einer Stunde zu Druckstellen. Flache Nähte, ein hoher, breiter Bund und weiche Beinabschlüsse (statt drückender Klettverschlüsse im Stiefel) sind die Komfortdetails, die man im Sattel spürt. Für den Winter gibt es gefütterte Softshell-Reithosen, für den Alltag Reitleggings mit Handytasche am Oberschenkel – längst etabliert und stallpraktisch. Gewaschen wird auf links bei 30 Grad, Silikonbesatz mag keinen Trockner und keinen Weichspüler.

Reithosen identischer Modelle kosten je nach Shop spürbar unterschiedlich – hier vergleichen Sie Angebote mehrerer Reitsporthändler; die Unterkategorien führen Freizeit- und Turniermodelle im Detail.